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Lernbausteinkonzept der BBS Kusel

Die Förderung der Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Vorbildung durch einen klassen- bzw. schulformübergreifenden Unterricht, organisiert in Lernbausteinen, eröffnet uns auf dem Weg zur Höherqualifizierung junger Menschen neue Möglichkeiten. Schülerinnen und Schüler haben im Verlauf der Berufsausbildung oder berufsbegleitend die Möglichkeit, schulische Abschlüsse und eine verbesserte Qualifizierung zu erlangen.

Was sind Lernbausteine?

Lernbausteine sind curricular abgegrenzte Unterrichtsblöcke, die einen inhaltlichen und didaktisch-methodischen Bezugsrahmen haben und sich an den zu erreichenden Abschlussprofilen (SEK I, Fachhochschulreife, Hochschulreife) orientieren. Für die Fächer Deutsch/Kommunikation, 1. Fremdsprache, Mathematik, Sozialkunde/Wirtschaftslehre und Physik/Chemie/Biologie gibt es ein an den zu fördernden Kompetenzen orientiertes Gesamtcurriculum, das sich aus mehreren aufeinander aufbauenden Lernbausteinen zusammensetzt. Der Besuch höherqualifizierender Lernbausteine innerhalb der dualen Berufsausbildung ermöglicht einen Zeitvorteil beim Erwerb der Fachhochschulreife.

Welcher Lernbaustein ist für wen geeignet?

Lernbausteine an der BBS Kusel richten sich nach der Vorbildung der Auszubildenden und sollen diese weiterqualifizieren. Grundsätzlich obliegt dem Schüler die Entscheidung über die Wahl der Lernbausteine. Die Beratung unserer Auszubildenden basierend auf unserem Leitbild „lebendig, zugewandt und leistungsstark“ sieht mit Blick auf deren Zukunftschancen eine höhere Qualifizierung vor. Schülerinnen und Schüler mit der Berufsreife (ohne Sekundarabschluss I) sollen daher die Lernbausteine 1 und 2 besuchen, um sich mit dem Ziel der Fachhochschulreife oder Hochschulreife weiterzuqualifizieren. Schülerinnen und Schüler mit Sekundarabschluss I und eine Note schlechter als ausreichend können die Lernbausteine 1 und 2 wiederholen. Schülerinnen und Schüler mit Sekundarabschluss I und eine Note besser als ausreichend belegen die Lernbausteine 3 und 4, ebenso die Auszubildenden mit Fachhochschul- oder Hochschulreife.

Da der Abschluss der Ausbildung keine höheren Lernbausteine verlangt, erhalten die Schüler im Zeugnis eine um eine Notenstufe bessere Note als die Abschlussnote der höheren Bausteine.

Kann ein Lernbaustein gewechselt werden?

Auszubildende ohne Sekundarabschluss I können nicht in die höheren Bausteine wechseln. Die Leistungen der Schüler in den höheren Lernbausteinen sollten bis zu Herbstferien des ersten bzw. zweiten Jahres beobachtet werden. Entwickelt sich die mit Bonus berechnete Zeugnisnote negativ oder ist von dem Schüler eine höhere Qualifizierung nicht zu erwarten, so kann nach Beratung mit dem Fachlehrer dieser in die Lernbausteine 1 und 2 wechseln.

Werden Lernbausteine zertifiziert?

Die Schülerleistungen werden nach dem sechsstufigen Notensystem beurteilt und im Qualifizierungspass dokumentiert. Die Note ist in Worten wiederzugeben und wird in der Klammer durch die Angabe der Notentendenz ergänzt z. B. gut (2,3).

Kann ein Lernbaustein wiederholt werden?

Lernbausteine können ausschließlich beim Wechsel der Schulform oder bei Nichtbestehen der FHR-Prüfung wiederholt werden. Muss aber das erste oder zweite Lehrjahr wiederholt werden, so kann auch der Lernbaustein wiederholt werden. Ein Lernbaustein kann max. zweimal wiederholt werden.

Kann ein einzelner Lernbaustein, der mit der Note „mangelhaft“ abgeschlossen wird, innerhalb einer Schulform wiederholt werden?

Eine Wiederholung ist nicht möglich. Die Endnote für das Unterrichtsfach wird mit angemessener Berücksichtigung des Lernfortschrittes aus den Einzelnoten der Lernbausteine, die zu einem Fach gehören, ermittelt.

Können Lernbausteine angerechnet werden?

Soweit aus anderen Schulformen bzw. Bildungsgängen erfolgreich abgeschlossene Lernbausteine mit dem Qualifizierungspass nachgewiesen werden, können diese Lernbausteine angerechnet werden.

Können auch Leistungen, die außerhalb der Schule erbracht werden, als Lernbausteine angerechnet werden?

Grundsätzlich ja, wenn die Inhalte und Kompetenzen mit dem Curriculum der Lernbausteine übereinstimmen und eine Note vorliegt. Die Anrechnung extern erbrachter Leistungen ist von der Schulaufsicht zu genehmigen.

Wie errechnet sich die Zeugnisnote?

Einzelne Lernbausteine werden im Zeugnis nicht ausgewiesen. Die Zeugnisnote dokumentiert die Schülerleistung im jeweiligen Unterrichtsfach. Die Zeugnisnote für das Fach wird auf der Grundlage der gemäß Stundentafel unterrichteten Lernbausteine ermittelt. Die im Abschlusszeugnis ausgewiesene Endnote für das Unterrichtsfach ergibt sich aus den Einzelnoten der gemäß Stundentafel nachzuweisenden Lernbausteine unter angemessener Berücksichtigung des Lernfortschrittes.

Wann wird ein Notenbonus erteilt?

Berufsschülerinnen und Berufsschüler mit qualifiziertem SEK I oder Abitur, die an höherqualifizierenden Lernbausteinen zum Erwerb der Fachhochschulreife teilnehmen, erhalten auf den Zeugnissen der Berufsschule in den betroffenen Fächern einen Bonus von einer Notenstufe (§ 46a, Abs. 1 SchO). Im Qualifizierungspass werden die Lernbausteine mit den tatsächlich erreichten Schülerleistungen dokumentiert.

Wie kann die Fachhochschulreife erreicht werden?

Die Fachhochschulreife kann während der Ausbildung oder nach der Ausbildung erreicht werden. Bei beiden Modellen verringert sich der Abendunterricht durch die im Berufsschulunterricht schon enthaltenen Lernbausteine.

Modell 1: Fachhochschulreife während der Berufsausbildung

Im Rahmen des Berufsschulunterrichtes werden die benötigten Lernbausteine in Englisch, Sozialkunde und zwei von drei Lernbausteinen in Deutsch erlangt. Die restlichen Lernbausteine werden im Fachhochschulreifeunterricht / Dualen BOS am Abend (z.B. zweimal die Woche ab 18.00 Uhr) besucht. Im dritten Jahr der Ausbildung wird die Fachhochschulreifeprüfung abgelegt und neben dem erfolgreichem Berufsabschluss wird die Fachhochschulreife bescheinigt.

Modell 2: Fachhochschulreife direkt nach der Ausbildung

Auch hier können im Rahmen des Berufsschulunterrichtes die benötigten Lernbausteine in Englisch, Sozialkunde und zwei von drei Lernbausteinen in Deutsch erlangt werden. Die restlichen Lernbausteine werden im Abendunterricht (z.B. zweimal die Woche ab 18.00 Uhr) nach der Ausbildung an der Dualen BOS Teilzeit. Nach zwei Jahren wird dort die Fachhochschulreifeprüfung abgelegt.

Wann wird ein Qualifizierungspass ausgestellt?

Grundsätzlich kann jeder Schülerin und jedem Schüler ein Qualifizierungspass ausgestellt werden (§38, Abs. 10 SchO). Schülerinnen und Schüler, die an höherqualifizierenden Lernbausteinen und/oder zusatzqualifizierendem Unterricht teilnehmen, muss ein Qualifizierungspass ausgestellt werden.

Müssen in den Qualifizierungspass alle Lernbausteine eingetragen werden?

Ja. Da auf der Grundlage des Qualifizierungspasses die Vornoten für die Fachhochschulreifeprüfung ermittelt werden, müssen im Qualifizierungspass alle höherqualifizierenden Lernbausteine, auch die Lernbausteine mit nicht ausreichenden Leistungen, dokumentiert werden.

Wie errechnet sich die Vornote im Rahmen der Fachhochschulreifeprüfung?

Grundlage für die Ermittlung der Vornote ist der Qualifizierungspass. Die Vornote in den Fächern Fremdsprache, Mathematik und Naturwissenschaften ergibt sich aus den Einzelnoten der Lernbausteine 3 und 4 unter angemessener Berücksichtigung des Lernfortschrittes. Im Fach Sozialkunde ergibt sich die Vornote aus den Einzelnoten der Lernbausteine 4 und 5 unter angemessener Berücksichtigung des Lernfortschrittes. Im Fach Deutsch/Kommunikation ergibt sich die Vornote aus den Einzelnoten der Lernbausteine 3 bis 5 unter angemessener Berücksichtigung des Lernfortschrittes.

In welchem Zeitraum muss sich zur Fachhochschulreifeprüfung gestellt werden bzw. bleiben erworbene Lernbausteine gültig?

Die Lernbausteine müssen in einem Zeitraum von max. fünf Jahren vor Zulassung zur Fachhochschulreifeprüfung erworben sein (§ 5 Abs. 4 LVO DBOS/FHRU). Es gilt das im Qualifizierungspass eingetragene Datum.

Können Schülerinnen und Schüler, die die Fachhochschulreifeprüfung nicht bestanden haben, Lernbausteine wiederholen?

Ja. Schülerinnen und Schüler, die den FHRU oder die DBOS besucht und die Fachhochschulreifeprüfung nicht bestanden haben, dürfen einzelne, aber auch alle Lernbausteine, die auf dem qualifizierten Sekundarabschluss aufbauen und zur Fachhochschulreife führen, wiederholen. Eine Beratung der Schülerinnen und Schüler wird empfohlen. Die wiederholten Lernbausteine sind im Qualifizierungspass zu dokumentieren. Sie ersetzen die vorher erbrachten Leistungen und werden zur Bildung der Vornote herangezogen.

 

   

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